Leonard Dick, in Hannover geboren, jüdisch und chilenisch-russischer Herkunft, ist Regisseur und Schauspieler. Er studierte an der Theaterakademie August Everding in München und arbeitete u. a. an den Münchner Kammerspielen, am Residenztheater und am Burgtheater Wien.
Für seine erste Regiearbeit Bent – Rosa Winkel wurde er 2019 beim Spoleto Festival (European Young Theatre) mit dem 2. Preis der Jury ausgezeichnet. Er inszenierte an Theatern im deutschsprachigen Raum, darunter Schauspiel Hannover, Rheinisches Landestheater Neuss, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Theater Konstanz und Dschungel Wien. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen politischer Dringlichkeit und spielerischer Lust, zwischen Ernst und Humor, Musik und Choreografie.
2024 war er mit Landsfrau als Mitglied des Theaterkollektivs Doris Crea zum Plug & Play Festival für junge Regie am Staatstheater Mainz eingeladen. Dick arbeitet kollektiv, setzt auf flache Hierarchien und improvisatorische Prozesse. Seine Schwerpunkte liegen auf postmigrantischem Theater, Stückentwicklungen und Komödie.
Seit 2024 arbeitet er zudem als Filmregisseur im Duo mit Ansgar Beck zusammen. Ihr Film Square peg in a black hole wurde beim Mainzer Filmz Festival in der Kurzfilm-Sektion andersARTig prämiert und beim Queens World Filmfestival in New York 2025 in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ nominiert.
Mit dem Schauspieler und Musiker Andrej Agranovski verbindet ihn seit vielen Jahren eine enge künstlerische Zusammenarbeit.
